Musik berührt dort, wo Worte nicht mehr hinreichen. Bei einer Trauerfeier kann sie Trost spenden, Erinnerungen wecken und dem Abschied eine eigene, persönliche Sprache geben.
Ein Lied kann ein ganzes Leben in drei Minuten zusammenfassen. Das Lieblingslied des Verstorbenen im Raum zu hören – das ist oft der Moment, in dem Trauer greifbar wird und Erleichterung kommt.
Warum Musik bei der Trauerfeier so wichtig ist
Musik verbindet die Trauernden miteinander und mit dem Verstorbenen. Sie füllt Stille, die sonst drücken würde. Und sie gibt dem Abschied eine Struktur – ein Anfang, eine Mitte, ein Ende.
Gut gewählte Musik lässt Trauerfeierliche persönlich werden. Sie sagt: Dieser Mensch hatte einen eigenen Geschmack, eigene Vorlieben, ein eigenes Leben.
Klassische und geistliche Musik
Viele Trauerfeiern werden durch klassische Kompositionen begleitet – zeitlos, würdevoll und vertraut:
- Johann Sebastian Bach: „Jesu, Joy of Man's Desiring" oder das Cello-Präludium in G-Dur
- Gabriel Fauré: Requiem – besonders „In Paradisum"
- Samuel Barber: „Adagio for Strings" – eines der bewegendsten Trauerstücke
- Ave Maria (Franz Schubert oder Bach/Gounod)
- Ludwig van Beethoven: „Mondscheinsonate" (1. Satz)
Kirchenlieder aus dem Gesangbuch können von der Gemeinde gemeinsam gesungen werden. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und gibt der Feier eine aktive, verbindende Ebene.
Populäre Musik und Lieblingslieder
Es ist kein Widerspruch, ein Lieblingslied des Verstorbenen in eine Trauerfeier einzubinden – auch wenn es kein klassisches Trauerstück ist. Entscheidend ist, was dem Menschen etwas bedeutet hat.
Häufig gewählte Stücke:
- „Time to Say Goodbye" – Andrea Bocelli & Sarah Brightman
- „My Way" – Frank Sinatra
- „Wind Beneath My Wings" – Bette Midler
- „What a Wonderful World" – Louis Armstrong
- „Hallelujah" – Leonard Cohen (viele Versionen)
Auch Schlager, Rock oder Volksmusik können völlig richtig sein – wenn es das war, was den Menschen beschrieben hat.
Instrumentalmusik live oder eingespielt
Instrumentalstücke – ob Klavier, Gitarre, Querflöte oder Streichquartett – können eingespielt oder live aufgeführt werden. DECHERT arbeitet mit regionalen Musikerinnen und Musikern zusammen, die Erfahrung mit Trauerfeiern haben.
Wie man die richtigen Stücke findet
Hilfreiche Fragen bei der Auswahl:
- Was hat der Verstorbene gern gehört? Gab es ein Lieblingslied?
- Gibt es ein Stück mit einer gemeinsamen Erinnerung?
- Soll die Musik zur Stimmung passen – oder einen Kontrapunkt setzen (z.B. etwas Leichtes, Frohes)?
- Wie viel Zeit ist für Musik eingeplant? (Einzug, Fürbitten, Auszug)
Technische und praktische Hinweise
- Qualität: CD oder hochauflösender Download (MP3/FLAC) statt YouTube-Stream
- Anlage: Abgestimmt auf die Raumgröße – wir helfen bei der technischen Vorbereitung
- Übergänge: Einzug, Kerzenanzünden, Urnenabholung, Auszug – Musik kann alle Momente begleiten
- Live-Musik: Frühzeitig anfragen und koordinieren
Häufige Fragen
Wer entscheidet, welche Musik gespielt wird?
Die Familie – und wenn möglich: der Verstorbene selbst, durch eine schriftliche Bestattungsverfügung oder einen gesprochenen Wunsch. Wir beraten Sie gern dabei.
Kann ich Live-Musik beauftragen?
Ja. Wir haben Kontakte zu regionalen Musikerinnen und Musikern in Darmstadt, die mit Trauerfeiern vertraut sind. Sprechen Sie uns an.
Gibt es Musik, die man eher vermeiden sollte?
Das ist sehr individuell. Es gibt kein „falsch" – solange die Musik ehrlich ist und dem Verstorbenen entspricht. Was Trauer ausdrückt und Abschied ermöglicht, ist richtig.
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Die Trauerfeier ist der Moment, in dem ein Leben geehrt wird. Wir helfen Ihnen, sie so zu gestalten, dass sie sich wirklich nach diesem Menschen anfühlt.