Der Wunsch, im eigenen Garten unter einem Baum zu ruhen, ist weit verbreitet. Was rechtlich möglich ist – und welche schönen Alternativen es gibt.
Viele Menschen wünschen sich, nach dem Tod in vertrauter Umgebung zu bleiben – im eigenen Garten, unter einem Baum, den sie gepflanzt haben. Dieser Wunsch ist zutiefst menschlich und verständlich.
In Deutschland ist die Bestattung im privaten Garten jedoch gesetzlich nicht erlaubt. Das Bestattungsrecht schreibt vor, dass Verstorbene auf zugelassenen Friedhöfen oder in genehmigten Bestattungsstätten bestattet werden müssen – mit wenigen Ausnahmen wie der Seebestattung oder bestimmten Naturfriedhöfen.
Auch die Aufbewahrung von Kremationsasche in Privaträumen oder im Garten ist in Deutschland ohne besondere Genehmigung nicht erlaubt. Die Asche muss auf einem zugelassenen Friedhof oder an einem genehmigten Ort beigesetzt werden.
Auch wenn die Gartenbestattung in Deutschland nicht möglich ist, gibt es würdevolle und naturnahe Alternativen, die dem Wunsch sehr nahekommen.
Bei einer Baumbestattung (z. B. FriedWald oder Baumfrieden) wird die Asche im Wurzelbereich eines ausgewählten Baumes in einem zugelassenen Waldfriedhof beigesetzt. Der Baum wird zum lebendigen Erinnerungsort – natürlich, ruhig, ohne Grabpflege.
Mehr zu Baumbestattungen →In Spanien ermöglicht der Naturfriedhof „La puerta al cielo“ eine Bestattung unter einem jahrhundertealten Olivenbaum – mit eigenem zugewiesenem Baum, GPS-Koordinaten und Urkunde. Ein Ort, der jederzeit besucht werden kann.
Mehr zum Olivenhain →Viele Friedhöfe bieten inzwischen naturfreundliche Grabfelder an: ohne Grabstein, mit natürlicher Bepflanzung, biologisch abbaubaren Urnen – gärtnerisch so naturnah wie möglich, im Einklang mit dem Wunsch nach einem grünen Abschied.
Mehr zu naturfreundlichen Gräbern →Auch wenn eine Bestattung im Garten rechtlich nicht möglich ist, kann der Garten dennoch ein Ort der Erinnerung sein. Ein Baum, den die Familie zum Gedenken pflanzt, ein besonderer Stein, eine Pflanze, die den Verstorbenen repräsentiert – diese Gesten sind tief bedeutsam.
Manchmal ist es die Kombination, die tröstet: Die Beisetzung an einem schönen Naturort – im Wald, im Olivenhain oder am Naturfriedhof – und ein persönlicher Erinnerungsort im eigenen Garten.
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Es gibt keinen „richtigen“ Weg – nur den, der sich für Sie und Ihre Familie stimmig anfühlt. Wir helfen Ihnen, die passende Option zu finden: naturah, würdevoll und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten.
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