Sonntag, 8. Februar 2026 von Angelos Demirtsoglou
Gespräch mit Markus Dechert und Michael Dechert
Was tun im Todesfall in Darmstadt
Wenn ein geliebter Mensch stirbt, verändert sich das eigene Leben von einem Moment auf den anderen. Viele Angehörige erleben Trauer, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit zugleich. Markus Dechert fasst es einfühlsam zusammen: „Niemand ist auf diesen Moment vorbereitet. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren – und zu wissen, dass Hilfe da ist, sobald man sie braucht.“
Wenn der Tod zu Hause eintritt
Kommt es zu einem Sterbefall in der eigenen Wohnung, ist der erste notwendige Schritt die ärztliche Feststellung des Todes. Rufen Sie den Hausarzt oder, wenn dieser nicht erreichbar ist, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Erst wenn die Todesbescheinigung ausgestellt ist, darf der Bestatter kontaktiert werden. Michael Dechert erklärt: „Viele Angehörige erleben diese Stunden sehr intensiv. Nachdem der Arzt da war, dürfen Sie sich Zeit für den Abschied nehmen – bleiben Sie beim Verstorbenen, zünden Sie eine Kerze an oder halten Sie seine Hand. Das gibt Raum für Stille und Nähe.“ Diese Momente des Abschieds helfen, das Geschehen zu begreifen und innerlich loszulassen.
Wenn der Sterbefall in einer Einrichtung eintritt
In Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Hospizen übernehmen die Mitarbeitenden vor Ort meist die ärztliche Feststellung und erste Formalitäten. Danach können Sie frei wählen, welches Bestattungsunternehmen Sie beauftragen möchten. Markus Dechert betont: „Auch in Einrichtungen bleibt die Entscheidung immer bei den Angehörigen. Uns ist wichtig, dass sie sich mit ihrer Wahl gut aufgehoben fühlen – menschlich und organisatorisch.“
Ein Todesfall kennt keine Tageszeit. Ob spät abends, an Wochenenden oder Feiertagen: „Wir sind rund um die Uhr erreichbar,“ so Michael Dechert. „Nach der ärztlichen Feststellung kümmern wir uns um alles Weitere – diskret, verlässlich und auf Wunsch direkt persönlich vor Ort.“ Das Team von Dechert Bestattungen Darmstadt steht Familien jederzeit mit Erfahrung und Einfühlungsvermögen zur Seite.
Wann die Polizei hinzugezogen wird
In den meisten Fällen – also bei einem natürlichen, erwarteten Tod – ist keine polizeiliche Meldung nötig. Nur wenn der Arzt einen nicht natürlichen Tod vermutet, etwa nach einem Unfall oder bei unklaren Umständen, wird automatisch die Polizei informiert. Markus Dechert erklärt: „Das gehört zum Ablauf. Sobald die Situation geklärt ist, dürfen wir die verstorbene Person übernehmen und alles Weitere gemeinsam mit den Angehörigen planen.“
Abschied zu Hause – erlaubt und tröstlich
Nach der ärztlichen Feststellung dürfen Angehörige den Verstorbenen bis zu 36 Stunden zu Hause behalten. „Ein Abschied in vertrauter Umgebung kann sehr viel Trost spenden,“ sagt Michael Dechert. Der Raum sollte kühl bleiben, keine direkte Sonne einfallen, und es darf ruhig und würdevoll gestaltet werden – etwa mit Kerzen, Musik oder persönlichen Gegenständen. Markus Dechert ergänzt: „Wenn Angehörige sich das wünschen, helfen wir bei der Gestaltung einer kleinen Hausaufbahrung. Oft wird daraus ein stiller, heilsamer Moment für die Familie.“
Viele fragen sich, ob sie den Verstorbenen noch berühren dürfen. „Das ist in der Regel völlig unbedenklich,“ erklärt Michael Dechert. „Die Berührung kann Verbindung schaffen und Trost geben – es ist Teil des Abschieds.“ Auch Kinder dürfen, wenn sie möchten, am Abschied teilnehmen.
Markus Dechert sagt: „Einbezogen zu werden hilft Kindern, das Geschehen zu verstehen. Ein einfaches Ritual wie eine Blume auf das Bett zu legen, kann viel bewirken.“
In den ersten Stunden nach einem Sterbefall ist kein organisatorischer Druck nötig. Viele Abläufe – vom Standesamt bis zu Versicherungen – lassen sich in den folgenden Tagen gemeinsam mit dem Bestatter regeln. Markus Dechert: „Unser Ziel ist es, Angehörigen Schritt für Schritt Sicherheit zu geben. Während wir das Organisatorische übernehmen, darf die Familie den emotionalen Raum behalten, den sie braucht.“
Sich mit der eigenen Bestattung zu beschäftigen, fällt schwer – doch eine gute Vorsorge schafft Entlastung für die Angehörigen. Ein geordneter Vorsorgeordner mit allen wichtigen Unterlagen, Vollmachten und persönlichen Wünschen hilft, im Ernstfall schnell und sicher handeln zu können.
„Vorsorge bedeutet Verantwortung – für sich selbst und für die, die bleiben,“ sagt Michael Dechert. „Sie schafft Klarheit, wenn sie am meisten gebraucht wird.“ Dechert Bestattungen in Darmstadt berät gerne persönlich zur Bestattungsvorsorge und stellt hierzu eine kostenlose Vorsorgemappe bereit. Der Tod konfrontiert uns mit einer der tiefsten Erfahrungen des Lebens – dem Abschied. Doch niemand muss diesen Weg allein gehen.
Markus Dechert fasst es zusammen: „Wir sehen jede Begleitung als persönliche Verantwortung. Jeder Mensch und jede Familie ist einzigartig – und genau so sollte auch der Abschied gestaltet sein.“ Dechert Bestattungen steht für eine Begleitung, die Raum lässt für Gefühl, Individualität und Würde – in Darmstadt und der gesamten Region.
